28.05.2016 bis 05.06.2016

 

Fahrt durch das Barossa Valley

 

Als wir am nächsten Tag aus der Stadt Adelaide herausfuhren, machten wir noch einen kurzen Abstecher zu einem Outlet Shopping Center. Nicht dass wir dringend was gebraucht hätten, aber man kann ja einfach mal unverbindlich reinschauen. ;) Und obwohl uns das Angebot schlussendlich auch nicht wirklich vom Hocker riss, landete trotzdem das eine oder andere Schnäppchen in unseren Taschen. Von hier ging es anschliessend weiter nach Broken Hill. Wie ich im letzten Bericht bereits erwähnt hatte, wurden wir vom Film „Last Cab to Darwin“ zu diesem "Abstecher" inspiriert. Um dorthin zu gelangen, wählten wir eine Route, die uns durch eine der berühmtesten Weinregionen Australien führte: Das Barossa Valley. Unterwegs stoppten wir dann auch tatsächlich bei einer der ältesten Weinkelterei, von wo die Weine mit dem klangvollen Namen „Jakob’s Creek“ herkommen. Allerdings liessen wir es bei einem kleinen Rundgang auf dem Weingut bleiben und verzichteten auf eine Degustation (wir haben ja schliesslich eh keine Ahnung und einer von uns muss ja noch fahren). Nordöstlich von Tunda bzw. Nutriootpa ging es dann auf dem Sturt Highway weiter Richtung Osten bis nach Blanchetown, wo wir uns auf einem überteuerten Campingplatz niederliessen. Zugegeben, wenn wir die Veranda am Murray River hätten nutzen können, würden wir das Preisleistungsverhältnis nun bestimmt anders bewertet. So hausten wir jedoch – bei kalten Temperaturen - eingepfercht auf einem schmalen Platz zwischen einer 5-köpfigen Familie mit grossem Hauszelt und einer einem älteren Pärchen mit Wohnmobil. Immerhin waren die sanitären Anlagen (wir hatten unser eigenes, privates "Badezimmer" mit Dusche und Toilette) sauber und intakt.

 


Übernachtung auf einer "Autobahn-Raststätte"

 

Auch der nächste Tag war mehr oder weniger ein Reisetag. Nach wenigen Kilometern überquerten wir einmal mehr nicht nur eine Staatsgrenze sondern auch eine innerstaatliche Quarantänezone. Nachdem wir gestern Abend bereits das Gemüse in unser Abendessen integriert und heute auf der Fahrt noch die restlichen Trauben und Äpfel verspeist hatten, waren wir diesmal absolut „clean“ unterwegs. Kein Grund zur Sorge also. Wir befanden uns somit wieder im Bundesstaat Victoria und verloren damit auch gleich eine halbe Stunde unseres Tages, da man sich hier nach der Eastern Standard Time richtet. Nach einer eintönigen Fahrt auf dem schnurgerade verlaufenden Sturt Highway erreichten wir den Ort Mildura, eine Oase mit Weinreben und Orangenplantagen. Als Kontrastprogramm zu den gesunden Früchten (von denen wir ja heute bereits mehr als eine Portion gegessen hatten), gönnten wir uns mal wieder einen Snack im Restaurant mit dem grossen gelben M, bevor wir uns im Visitor Center über die aktuellen Strassenverhältnisse in der Umgebung erkundigten. Für die Weiterfahrt nach Broken Hill gab es nämlich - zumindest theoretisch - zwei Optionen:  Entweder über den asphaltierten, aber langweiligen Silver City Highway oder über die naturnahe Allradpiste, welche durch den Mungo und Kinchenga Nationalpark führt. In unserem Reiseführer hiess es, dass die in die Nationalparks führenden Pisten bei Trockenheit auch mit Nicht-Allradfahrzeuge gut befahrbar seien. Im Visitor Center erfuhren wir dann aber, dass soeben einzelne Strassenabschnitte gesperrt wurden, da diese aufgrund von Regen matschig und damit teilweise unpassierbar wurden. Damit war die Route also gegeben. Vor uns lagen weitere 260 Highway-Kilometer bis nach Broken Hill, wobei wir nicht im Sinn hatten, die komplette Strecke heute noch unter die Räder zu nehmen. Wenige Kilometer nordwestlich von Mildura überquerten wir übrigens bereits die nächste Staatsgrenze und befanden uns damit im Bundesstaat New South Wales. Während Martin fuhr, suchte ich in unserer Camper-App nach einem möglichen Nachtlager. Je weiter wir uns von der Zivilisation entfernten, desto überschaubarer wurde jedoch das Angebot an Campingplätzen. Sieht ganz danach aus, dass wir so langsam aber sicher unsere erste Buschcamp- bzw. Rastplatz-Erfahrung machen werden. Etwa auf halber Strecke fanden wir auf einen Rastplatz mit Plumpsklo, der sich zwischen dem Highway und dem Ufer des ausgetrockneten Salzsees Popiltah Lake. Es waren sich bereits ein älteres Ehepaar mit ihrem Wohnwagen und zwei Herren mit einem Zelt am Einrichten, als wir auf den Platz zusteuerten. Wir stellten unseren VW-Bus auf ein ebenes Plätzchen in geruchssicherem Abstand zum Plumpsklo und achteten darauf, dass wir auch den anderen „Gästen“ nicht zu nahe auf die Pelle rückten. Da wären wir nun: Auf unserem ersten (kostenlosen) Rastplatz-Nachtlager in Australien, umgeben von okerfarbenem Sand . Obwohl sich der Rastplatz direkt neben dem Highway befand, hielt sich der Strassenlärm in Grenzen. Einer erholsamen Nacht stand somit – hoffentlich – nichts im Wege.

 


Broken Hill

 

Ich brauchte letzte Nacht ehrlich gesagt etwas länger als üblich bis ich eingeschlafen war. Dummerweise erinnerte ich mich ausgerechnet jetzt an diverse Horrorgeschichten über Serienkiller im Outback. Die Tatsache, dass wir nicht alleine dort waren und wir zudem noch Handyempfang hatten, liess mich dann aber doch noch irgendwann einschlafen. Mit dem Sonnenaufgang ist dann auch der Verkehr auf dem Highway wieder zurückgekehrt (bereits alle 10 Minuten ein Fahrzeug!). Nach dem Frühstück und einer Katzenwäsche kamen wir noch kurz ins Gespräch mit dem älteren Ehepaar im Wohnwagen neben uns. „Grey Nomads“, wie sich herausstellte. Das sind Pensionierte, welche mit ihren Caravans vor den kalten Wintermonaten im Süden in den warmen Norden „fliehen“. Auch wir waren in Richtung Norden unterwegs. Zumindest für die noch verbleibenden knapp 130 km. Obwohl Broken Hill abseits sämtlicher Metropolen liegt, ist die Stadt per Eisenbahn, Bus und sogar per Flugzeug bestens mit den Grossstädten des Landes verbunden. Sie wird deshalb auch mit dem Slogan „Broken Hill – The Accessible Outback“ (Das erreichbare Outback) beworben. Broken Hill ist jedoch in erster Linie bekannt für seine reichen Bodenschätze wie Silber, Zink und Blei. Bei Tinu und mir hat der Ort jedoch einzig und allein aufgrund des Filmes „Last Cab to Darwin“ Bekanntheit erlangt. Im Film ging es um einen unheilbar an Krebs erkrankten Taxifahrer, der sich von Broken Hill aus (dem Ort, den er bisher nie verlassen hatte) auf einen Road Trip nach Darwin begibt, weil es dort eine Ärztin gibt, die Sterbehilfe anbietet. Im gut eingerichteten Visitor Center (es hätte nebst Toiletten sogar Duschen gehabt) informierten wir uns über die Schauplätze, an denen einzelne Szenen gedreht wurden und erhielten weitere Auskünfte darüber, was es in Broken Hill sonst noch zu sehen gibt. Wir wurden zudem noch darauf aufmerksam gemacht, dass in Broken Hill wie im benachbarten South Australia die Central Standard Time gilt. Ein Spezialfall, da im Rest von New South Wales eigentlich die Eastern Standard Time gilt. Hier ist somit immer eine halbe Stunde früher als im Rest des Bundesstaates. Auch wenn es mit dieser halben Stunde Korrektur, bereits nach 12.00 Uhr war, machte sich bei uns noch kein Hunger bemerkbar. Zu einem schaumigen Cappuccino im Café nebenan liessen wir uns dann aber gerne verführen, bevor wir uns zu Fuss auf Erkundungstour durch die Stadt begaben. Wir staunten über die gut erhaltene Infrastruktur und das breite Angebot dieser Bergbausiedlung. Auch wenn der Bergbauboom mittlerweile vorbei ist, wird das Blei-Silber-Zink-Sulfid noch immer in großen Mengen industriell abgebaut. Von einem Lookout direkt über der Stadt (wo sich auch eine Gedenkstätte für verstorbene Minenarbeiter befand) wird der noch immer aktive Bergbau deutlich sichtbar. Als nächstes besichtigten wir die zwei Häuser, welche im Film „Last Cab to Darwin“ als Filmkulisse dienten. Schliesslich war der Film der Grund, weshalb wir diesen Ort überhaupt kennenlernen wollten. Hätte uns der Mitarbeiter vom Visitor Center allerdings nicht haargenau beschrieben, wo sich diese befanden, wir hätten sie nicht gefunden. Wer nämlich erwartet hat, dass diese mit einer Touristen-Infotafel markiert sind, irrt sich gewaltig. Auf Empfehlung unseres Reiseführers und der Auskunft im Visitor Center machten wir uns anschliessend auf zu einem Skulpturenpark, etwa 11 km nordwestlich der Stadt. 1993 lud Broken Hill Künstler aus aller Welt zu einem Bildhauersymposium ein, um im Outback Skulpturen zu erschaffen. Ihre Werke bilden heute den „Broken Hill Sculptures & Living Desert Sanctuary“. Als wir dort ankamen, erwartete uns ein Automat, bei dem wir das Eintrittsticket lösen konnten. Freundlicherweise hat dort jemand sein Retourgeld nicht aus dem Münzfach genommen (oder für den nächsten gespendet?). Ich nahm dieses Geschenk dankend an. Über eine schmale, einspurig asphaltierte Strasse ging es dann auf einen Hügel, von dem man eine atemberaubende Aussicht in die endlose Weite des Outbacks hatte. Wir nutzen diese Gelegenheit gleich für ein Picnic, bevor wir uns auf den Rundgang durch die rot leuchtenden Sandsteinskulpturen begaben. Wunderschön und absolut ein Besuch wert (nicht nur, wenn man den Eintritt geschenkt bekommt). Anschliessend fuhren wir weiter Richtung Westen. Obwohl die Übernachtungsmöglichkeiten entlang des Barrier Highway eher dünn gesät sind, waren wir zuversichtlich, irgendwo ein Plätzchen für die Nacht zu finden. Nachdem wir aber die eine oder andere Möglichkeit ausgeschlagen hatten, wurden diese dann doch langsam etwas rar. Zudem war die Sonne bereits am Untergehen und damit erhöhte Vorsicht auf dem Highway geboten. Schliesslich ist das Risiko ein Känguru zu erwischen bei Morgen- und Abenddämmerung am höchsten. Wir beschlossen daher, den nächstmöglichen Rastplatz als Schlafplatz zu nutzen. Etwa 100 km von der nächsten Stadt (Peterborough) entfernt, hielten an. Der Rastplatz hatte zwar keine Toiletten, aber für solche Situationen haben wir ja schliesslich noch unsere Chemietoilette mit dabei. Der Rastplatz war durch eine Baumreihe vom vielbefahrenen Highway abgetrennt und es hatte bereits eine Handvoll Reisende mit ihren Wohnmobilen und Caravans dort und damit kaum Platz für weitere. Unser VW-Bus passte mit seiner kompakten Grösse jedoch problemlos in eine Lücke und so stand einem gemütlichen Abend (und hoffentlich erholsamen Nacht) nichts mehr im Wege.

 


In welchem Bundesstaat sind wir nun?

 

Auf der gestrigen Fahrt waren wir so damit beschäftigt, nach einem Schlafplatz Ausschau zu halten, dass wir gar nicht bemerkt hatten, wie wir erneut die Grenze zum Bundesstaat South Australia überquert hatten. Kein Wunder bei den vielen „Grenzübertritten“ der letzten Tage (South Australia -> Victoria -> New South Wales -> South Australia). Nun kehrt diesbezüglich aber wieder etwas Ruhe ein, da wir uns die nächsten paar Tage bzw. Wochen innerhalb von South Australia aufhalten werden. In Peterborough hatten wir dann auch endlich wieder bedenkenlos unsere Vorräte an Gemüse und Früchte auffüllen können. Diesmal deckten wir uns jedoch nicht nur für die nächsten zwei Tage ein, sondern sorgten gleichzeitig auch für einen grosszügigen Vorrat an unverderblichen Lebensmitteln wie Teigwaren und „Dosenfutter“. Obwohl unser VW-Bus über einen 20l-Wassertank verfügt, kauften wir zudem noch weitere 20l Trinkwasser ein. Warum? Weil wir vorhaben, nicht über den (langweiligen) Stuart Highway sondern über den Oodnadatta Track ins rote Zentrum und damit in das australische Outback vorzudringen. Wir werden deshalb nicht mehr so oft an einem gut sortierten Supermarkt vorbei kommen. Vorerst geht es jedoch noch auf asphaltierten Pfaden in Richtung Flinders Ranges Nationalpark. Bei den Flinders Ranges handelt es sich um einen Gebirgszug der sich rund 400 km in nordsüdliche Richtung erstreckt. Der „Wilpena Pound“ bildet dabei das Zentrum des Nationalparks. Dieses natürliche Felsbecken umfasst eine Fläche von rund 80 km2 , die von steilen Felswänden komplett umschlossen ist und damit wie ein überdimensionales Amphitheater wirkt. Wie wir aus unserem Reiseführer entnehmen können, gibt es zahlreiche Wanderungen in diesem Gebiet. Da die Möglichkeiten ausgesprochen vielseitig sind, wollten wir uns beim Nationalpark-Infozentrum schlau machen. Während wir mit freudiger Neugier die Tür zum Zentrum öffneten, erwarteten uns zwei extrem unmotivierte und desinteressierte Herren idigener Abstammung, die so gar keine Lust hatten, uns auch nur irgendwas zu erklären. Jede Information mussten wir ihnen aus der Nase ziehen. Zudem hatten wir den Eindruck, dass man uns gar nicht so recht hierhaben möchte bzw. nur zu einem entsprechenden Preis. So hiess es zum Beispiel: „Hier dürft ihr (aktuell) nicht hoch laufen“ oder „Ihr dürft dort nicht selber hinfahren sondern müsst den (kostenpflichtigen) Touristenbus nehmen“. Danke, aber nein, danke. Dies hat uns echt die Freude genommen. Wir waren eigentlich ziemlich gespannt auf diesen Flinders Ranges Nationalpark, da dieser immer wieder hoch angepriesen wurde. Doch so hatten wir irgendwie überhaupt keine Lust mehr, uns auch nur einen Schritt darin zu bewegen. Wir entschieden uns deshalb, wieder aus dem Nationalpark hinauszufahren und übernachteten direkt hinter der südlichen Parkgrenze auf dem Campingplatz der Schaffarm Rawnsley Station. Der Weg dorthin führte zwar über eine Sandpiste, die zwischendurch ziemlich viele „Corrugations“ (Riffeln/Wellen -> sogenannte Wellblechpiste) aufwies, doch das nahmen wir in Kauf. Ausserdem konnten wir damit unseren VW-Bus bereits ein erstes Mal an die Bedingungen im australischen Outback gewöhnen.

 


Auf der Suche nach der "chinesischen Mauer"

 

Auch am nächsten Tag konnten wir uns nicht zu einer Wanderung im Nationalpark motivieren und so durchquerten wir lediglich mit unserem Bus den Nationalpark in Richtung Norden (Nationalparkgebühren sind in diesem Fall übrigens keine zu bezahlen). Während der Fahrt nach Blinman hielten wir immer wieder Ausschau nach der „Great Wall of China“, eine Felsformation, die etwa 10 km südlich der Ortschaft auf der rechten Seite auftauchen soll. Abgelenkt durch ein anderes Highlight unserer heutigen Reiseetappe (der Tacho unseres VW-Buses erreichte heute nämlich 200'000 km!), ist diese „chinesische“ Mauer dann aber unserer Aufmerksamkeit entgangen. Als wir wenige Kilometer später den 150-Seelen-Ort Blinman erreichten, informierten wir uns im örtlichen Tourismusbüro einerseits über die genauen Koordinaten zu dieser „Great Wall of China“ und darüber, ob die Schotterstrasse nach Parachilna auch ohne Allrad machbar sei. Auf diese Weise müssten wir nämlich nicht mehr die gesamte Strecke (ca. 100 km) bis nach Hawker zurückfahren und von dort wiederum 90 km bis nach Parachilna (auf dem Highway) nordwärts fahren, sondern könnten diese „Abkürzung“ (knapp 35 km) querfeldein nehmen. Die nette Dame im Tourismusbüro konnte uns bestens weiterhelfen und hatte keine Bedenken, uns mit unserem VW-Bus auf diese Abkürzung zu schicken. Bevor es losging, fuhren wir aber noch schnell zu dieser chinesischen Mauer zurück. Sind ja schliesslich nur 9 km. Die Zufahrt ist wirklich gut versteckt und von der Hauptstrasse kaum zu sehen. Kein Wunder also, dass viele daran vorbeifahren und wir zu diesem Zeitpunkt auch die Einzigen sind, die sich dort befinden. Umso mehr genossen wir den Anblick dieser eindrücklichen, natürlich entstandenen Mauer. Wieder zurück in Blinman, bogen wir links ab und wagten uns damit auf die Schotterpiste, die uns nach Parachilna führen soll. Ein bisschen nervös war ich ja schon, da wir nicht recht wussten, was uns da nun erwarten würde. Zwischendurch fuhren wir dann auch nicht schneller als 30 km/h, da die unebene Piste unseren VW-Bus bzw. das Interieur ziemlich „erhuddlete“. Nach etwa einer halben Stunde legten wir einen Halt ein: Zeit für ein Picnic. So richtig geniessen können wir dieses zwar nicht. Wir waren umgeben von zahlreichen Fliegen, die uns lästig ums Gesicht bzw. ins Gesicht (mit Vorliebe in die Augen, Nasenlöcher und den Mund) flogen. Bei jedem Bissen mussten wir aufpassen, nicht noch eine weitere Eiweissportion zu erwischen. Nachdem unser Hunger und Durst gestillt war, ging die Fahrt entlang des ausgetrockneten Flussbetts weiter bis nach Parachilna, wo wir wieder auf die asphaltierte Strasse des Outback Highways gelangten. Diesem folgten wir nordwärts bis nach Farina, wo sich hinter den Ruinen der ehemaligen Eisenbahnerstadt ein wunderschöner Bushcamp befand. Die Bezahlung (AUD 10 pro Nacht) funktionierte ganz unkompliziert über eine sogenannte „Honesty-Box“. Dabei füllt man ein Couvert aus, steckt den verlangten Betrag hinein und fertig. Leider haben wir den Betrag nicht passend und statt den AUD 10 lediglich einen 20er-Schein. Dieses Problem ist dank den anderen anwesenden Campern, fast ausschliesslich Grey Nomads, jedoch schnell behoben. Vor lauter Schwatzen kommen wir dann aber fast nicht mehr dazu, unser Nachtessen zuzubereiten. Doch das macht uns überhaupt nichts aus. Im Gegenteil. Wir geniessen den Kontakt mit den anderen Reisenden sehr, da wir auf diese Weise immer wieder Neues und Interessantes über Land und Leute erfahren. Immer wieder bekommen wir auch zu hören, was für wunderbare Erinnerungen sie an die Schweiz haben. Die meisten haben unser Heimatland zwar lediglich im Rahmen einer Bustour kennengelernt, bei denen innert weniger Tagen die touristischen Hotspots in der Schweiz bzw. Europa "abgeklappert" wurden, aber immerhin. Dass wir unseren eigenen VW-Bus bis ans andere Ende der Welt verschifft hatten, um nun damit in ihrem Land herumzureisen, beeindruckt sie deshalb wohl umsomehr.

 


1 Stunde und 45 Minuten für 56 km??

 

Bevor es am nächsten Morgen weiter in Richtung Marree ging, machten wir noch einen Rundgang durch die Geisterstadt Farina. Zu seiner Blütezeit Ende der 1800er-Jahre hatte die Stadt dank der Gahn-Eisenbahn und den umliegenden Minen bis zu 600 Bewohner, zwei Hotels, eine Untergrundbäckerei, eine Bank, zwei Brauereien, einen Lebensmittelladen, eine Kirche, fünf Schmiede, eine Schule und sogar ein Bordell. Spätestens nachdem 1980 der Betrieb der Gahn-Eisenbahn eingestellt wurde, ist die Stadt mehr oder weniger unbewohnt. Allerdings restaurieren seit 2008 Freiwillige kontinuierlich die historischen Gebäude, von denen ausser ein paar Steinruinen nicht mehr viel übrig geblieben ist. Eines der Gebäude, dem man wieder neues Leben eingehaucht hatte, ist die Untergrundbäckerei. Und so kommen wir in den Genuss von frischen Brot, süssen Backwaren und saftigen Fleisch-Pies. Mmmmmh, diese Düfte – herrlich! Für süsses Gebäck oder eine Pie war es uns (wer hätte das gedacht) morgens um 10.00 Uhr dann allerdings doch etwas zu früh. Zu einem knusprigen Brot aus dem Holzofen konnten und wollten dann aber auch wir nicht nein sagen. Die Strecke von Farina bis Marree beträgt gut 56 km. Google Maps berechnet dafür eine Zeit von 1 Stunden und 45 Minuten. Dies ergibt eine Durchschnittsgeschwindigkeit von knapp 30 km/h. Hat Google hier was falsch berechnet oder woran liegts? Der Grund dafür ist schnell erklärt: Schotterpiste. Lediglich die ersten paar Kilometer dieses Streckenabschnittes sind asphaltiert. Wer mit einem Allradfahrzeug unterwegs ist, braucht hierfür natürlich weit weniger lang. Unser VW-Bus wurde jedoch von der geriffelten Schotterpiste ganz schön durchgeschüttelt. Wir haben zwar gehört, dass diese sogenannten „Corrugations“ bei 60 km/h weniger spürbar wären, doch verliert man bei höherer Geschwindigkeit auch ganz schnell an Bodenhaftung und dieses Risiko konnten und wollten wir mit unserem VW-Bus nicht eingehen. Und so blieb uns nichts anderes übrig, als uns so richtig durchschütteln zu lassen (das Fitnessgerät Powerplate lässt grüssen). Unterwegs wurden wir immer wieder mal von einem Fahrzeug überholt und was wir ganz sympathisch fanden, von jedem winkend gegrüsst. So macht man das hier im Outback. Während die meisten entgegenkommenden Fahrzeuge in der Regel das Tempo reduzierten, bevor sie mit uns auf gleicher Höhe waren, hielten die Trucks ihr (hohes) Tempo stets bei. Wir versuchten in solchen Situationen jeweils möglichst weit nach links auszuweichen. Zudem kniff ich jedes Mal meine Augen zusammen und betete, dass unsere Windschutzscheibe keinen Kieselstein erwischte. Eine kaputte Scheibe können wir hier draussen in der Pampa nämlich definitiv nicht gebrauchen. Als wir dann endlich in Marree ankamen, war es Zeit für eine Pause. Als ich ausstieg, tat mir alles weh. Kein Wunder, so verkrampft wie ich auf dem Beifahrersitz sass. Als wir uns im historischen Marree Hotel eine kühle Cola bestellten, trafen wir auf einige, die uns unterwegs überholt hatten. Dieser Ort ist offensichtlich nicht nur ein wichtiges Service-Center für die grossen Schafe- und Rinderfarmen im Nordosten dieses Bundesstaates, sondern auch ein Zwischenziel für Touristen, die entlang der Birdsville oder Oodnadatta Tracks reisen. Auch wir gehören dazu. Obwohl ich mir nach dieser Erfahrung nicht mehr so sicher bin, ob wir uns das tatsächlich antun wollen. Auch Tinu wollte auf halber Strecke beinahe wieder umdrehen. Wir erkundigten uns beim Barkeeper nach den Wetteraussichten für die nächsten Tage und nach dem Zustand des Oodnadatta Tracks. Wie uns auch hier wiederum bestätigt wird, ist diese zurzeit auch für Nicht-Allradfahrzeuge machbar, wenn auch mit weiteren Corrugations gerechnet werden muss. Allerdings erwarte man für die nächsten Tage eventuell Regen und dies würde die Strecke für uns dann definitiv unpassierbar machen. Wollen wir dieses Risiko wirklich eingehen? Was, wenn es die nächsten Tage wirklich Regen gibt? Schaffen wir es dann noch rechtzeitig zu einem der wenigen Rasthäuser bzw. Campingplätze entlang der Strecke oder laufen wir Gefahr unterwegs stecken zu bleiben? Als wir bei der Tankstelle nochmals unseren Dieseltank auffüllten und im dazugehörigen Shop noch ein paar weitere Flaschen Wasser einkauften, unterhielten wir uns noch mit einem Paar, dass in der Vergangenheit schon häufig auf dem Oodnadatta Track unterwegs war. Als wir sie fragten, ob wir es mit unserem VW-Bus schaffen könnten, zögerten sie keine Sekunde und meinten nur: „Yes, absolutely! Do it and have fun!“ Das Paar war ungefähr im Alter unserer Eltern und hat womöglich sogar Kinder in unserem Alter. Die würden uns bestimmt nicht ins Verderben fahren lassen, oder? Und so fassten wir neuen Mut und starteten voller Tatendrang in unser Outback-Abenteuer.

 


Endstation Oodnadatta Track?!

 

Bereits nach wenigen Kilometer wurden wir jedoch jäh ausgebremst: Die Strasse war eingetaucht in eine riesengrossen Pfütze. Wir erinnern uns: Wasser kann diesen roten Sand in eine derart matschige Konsistenz verwandeln, aus der man nicht so schnell wieder rauskommt. Wars das jetzt? Hindert uns jetzt echt diese sch*** Pfütze an der Weiterfahrt?! Das kann doch jetzt echt nicht wahr sein, oder?! Während sich bei mir Frust und Verweiflung breit machte, näherten sich uns von hinten ein paar Fahrzeuge. „Do you have a problem?“, wurden wir gefragt. Wir zeigten schweigend auf das Übel, das vor uns lag und schauten zu, wie die ersten Allradfahrzeuge ohne grosse Probleme hindurchfuhren. Der Herr meinte dann zu uns, wir sollten ihnen folgen. Falls wir steckenblieben, würden sie uns rausziehen. Und wer hätte es gedacht: Tinu fuhr sowas von problemlos hindurch, als wäre unser VW-Bus wie gemacht für diesen Untergrund. Unser Abenteuer konnte somit weitergehen und mit jedem Kilometer, den wir hinter uns liessen, wurde ich entspannter. Ich konnte sogar wieder wie gewohnt abschalten und die wunderbare Aussicht geniessen. Diese endlose Weite, die uns umgab, war absolut beeindruckend. Während viele dieses „Nichts“ als langweilig empfinden, war es bei uns ein Gefühl von grenzenloser Freiheit. Das ist Australien, wie ich es mir schon immer vorgestellt hatte. Unterwegs hielten wir immer wieder mal an, um diese einzigartige Landschaft mit allen Sinnen wahrzunehmen. Hier draussen im Outback ist es nämlich unbeschreiblich still. Der Wind ist das einzige Geräusch, das man wahrnehmen kann. Diese Stille, ich kann es gar nicht recht beschreiben, ist so eindrücklich. Noch nie in meinem ganzen Leben habe ich etwas vergleichbares erlebt. Minutenlang stehen wir einfach nur da und lassen alles auf uns wirken. Wir sind sprachlos, beeindruckt, fasziniert. Genau diese Erlebnisse sind es, die das Reisen so wertvoll machen.

Während die Strassenverhältnisse der ersten zwei Drittel der gesamthaft 130 Kilometer erstaunlich gut waren, hatten die letzten dreissig Kilometer wieder einiges abverlangt. Eine Wellblechpiste ohne Gleichen, die uns und unseren Bus ziemlich heftig durchschüttelte. Umso erleichterter waren wir, als wir gerade noch rechtzeitig vor Einbruch der Dunkelheit endlich auf dem Campingplatz von Coward Springs ankamen. Dort trafen wir erneut auf viele bekannte Gesichter bzw. Fahrzeuge, die uns unterwegs überholt hatten und die ebenfalls froh waren, uns zu sehen. Die Hilfsbereitschaft im Outback ist wirklich einzigartig. Hier wird niemand hängen gelassen. Als wir heute entlang der Strasse angehalten hatten, um den Reifendruck zu verringern, wurden wir von jedem vorbeifahrenden Fahrzeug gefragt, ob wir Hilfe bräuchten. Und so überraschte es uns nicht, als wir am Abend auch noch von einer Gruppe zu einem Drink am Lagerfeuer eingeladen wurden. Wie sich herausstellte, gehörte zu dieser Gruppe auch jenes Paar, das uns in Marree zur Fahrt auf dem Oodnadatta Track ermutigte. Und so sassen wir gemeinsam am Feuer bei Bier und Wein und tauschten uns stundenlang über bisherige und noch geplante Reiseabenteuer aus.

 


Regen im Norden führt zu Strassensperrungen

 

Am nächsten Morgen herrschte plötzlich Aufregung. Offenbar wurden aufgrund von Regen im Norden sämtliche Strassen von William Creek ausgehend gesperrt. Besonders der Abschnitt zwischen William Creek und Oodnadatta wird womöglich für längere Zeit unpassierbar bleiben. Die Strasse nach William Creek war zum Glück noch nicht betroffen. Somit bestand für uns noch die Möglichkeit von dort weiter nach Coober Pedy zu reisen, sobald die Strasse im Laufe der nächsten Tage wieder freigegeben wird. Bis nach Oodnadatta hoch kommen bzw. wollen wir ja eh nicht mehr. Es wurde viel diskutiert und analysiert. Während einige sich darauf einstellten, nochmals eine Nacht hier zu verbringen, zogen die anderen los in Richtung William Creek. Dieser Ort (mit knapp 5 gemeldeten Einwohnern) ist von größerer Bedeutung für die Region, da dort die einzige Tankstelle zwischen Marree, Coober Pedy und Oodnadatta steht. Des Weiteren verfügt er über ein Hotel, eine Start- und Landepiste für kleine Flugzeuge, einen Pub und einen Campingplatz. Nach kurzer Überlegung entschieden wir uns deshalb, auch bis William Creek weiterzufahren. Wir waren zuversichtlich, dass die Strasse nach Coober Pedy kurzum wieder aufgehen würde. Als wir zur Mittagszeit dort ankamen, steuerten wir geradewegs auf das Pub zu: Eine kühle Cola und ein Burger mit Pommes, war nämlich genau das, was wir nun brauchten. Das Interieur des Pubs, welches bis über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist, liess uns allerdings für einen Moment Hunger und Durst vergessen: An den Wänden und an der Decke hängen unzählige Personalausweise, Studentenausweise, Führerscheine, Visitenkarten, Geldnoten, Uniformabzeichen, Unterwäsche oder sonstige Kleidungsstücke. Als wir unsere Bestellung aufgaben, kamen wir mit der jungen Frau hinter der Theke ins Gespräch. Eine Deutsche, die sich bereits wenige Monate nach ihrer Ankunft in einen Australier verliebt hatte, ihn heiratete und nun während ein paar Monaten gemeinsam mit ihm in  William Creek arbeitet. Überall in Australien hat es zahlreiche junge Leute aus anderen Ländern, die im Rahmen eines Work & Travel-Visums Arbeits- , Reise- und Lebenserfahrungen sammeln und dazu oft in solchen abgelegenen Raststätten Arbeit finden. Nachdem wir erfahren hatten, dass die Strasse nach Coober Pedy heute bestimmt nicht mehr aufgehen wird, richteten wir uns auf dem Campingplatz gegenüber dem Pub ein. Nach einer erfrischenden Dusche, legte ich mich auf den Liegestuhl und genoss es, einfach mal nichts zu tun. Während wir uns dem süssen „dolce far niente“ hingaben, realisierte ich plötzlich, dass wir uns mittlerweile schon länger nicht mehr bei unseren Familien gemeldet hatten. Ausserdem hatten wir ihnen auch nicht mehr rechtzeitig Bescheid geben können, dass wir bald ohne Empfang sein würden. Und so machten wir uns Gedanken darüber, ob man sich zu Hause vielleicht über uns Sorgen machen könnte. Der Ort hier verfügt zwar über ein öffentliches Telefon, ein solarbetriebenes noch dazu. Doch kann man von diesem selbstverständlich keine Auslandsanrufe tätigen. Die Chefin des Pubs liess uns dann aber freundlicherweise ihren Computer benutzen, von welchem wir eine Nachricht per Email verschicken konnten. Nach dieser Erfahrung wussten wir, weshalb das Wifi nicht für alle zugänglich ist. Die Internetverbindung benötigte für unseren Zweizeiler nämlich sage und schreibe 15 Minuten für die Übermittlung.

 


Ein weiterer Tag in William Creek

 

Auf dem Campingplatze hatte es nebst unserem noch etwa zehn weitere Fahrzeuge. Hauptsächlich Allradfahrzeuge mit Wohnwagen von Grey Nomads, aber auch ein Allrad-Mietfahrzeug von Apollo, mit dem ein deutsches Pärchen aus Deutschland unterwegs war. Die meisten waren bereits vorgestern im Laufe des Nachmittags hier angekommen und aufgrund der Strassensperrung hängen geblieben. Obwohl das Verkehrsschild noch immer „Closed“ anzeigte, packte einer nach dem anderen seine sieben Sachen zusammen, um aufzubrechen. Wie sich nämlich herumgesprochen hatte, ist der Road Train, der gestern noch auf dem Parkplatz stand, heute früh losgefahren und offenbar ohne Probleme bis nach Coober Pedy gekommen. Offiziell ist die Strasse jedoch noch immer gesperrt. Falls man nun also mit seinem Fahrzeug stecken blieben würde, riskiert man eine Busse von AUD 1'000 bis 2'000, pro Rad! Die Aussies liessen sich davon aber offensichtlich nicht abschrecken. Allerdings fuhren sie alle gemeinsam los, damit man sich im Fall der Fälle gegenseitig hätte aus dem Schlamassel ziehen können. Zurück blieben wir und das deutsche Pärchen mit dem Apollo-Mietwagen, die das Risiko einer Busse – trotz Allradfahrzeug - verständlicherweise nicht eingehen wollten. Da ihnen langsam aber sicher die Zeit davon lief und nicht klar war, ob die Strasse im Laufe des Tages doch noch offiziell für 4WD-Fahrzeuge freigegeben wird, entschieden sie nach langem Hin- und Her dafür, wieder mehrere hundert Kilometer zurückzufahren, um dann über Roxby Down entlang des asphaltierten Highways nach Coober Pedy zu gelangen. Hätten sie doch nur eine Stunde länger gewartet, die Strasse wäre dann nämlich offiziell für Allradfahrzeuge freigegeben worden. Aber hinterher ist man immer schlauer. Wir blieben schlussendlich noch eine weitere Nacht (schliesslich ist unser VW-Bus kein 4WD). Ein freundlicher älterer Herr, der hier in William Creek als Allrounder tätig war, hatte zwar gemeint, dass auch wir mit unserem VW-Bus die Strecke bis nach Coober Pedy problemlos meistern würden. Wir wollten jedoch auf Nummer sicher gehen und keine Busse riskieren.

 


Wir riskieren die Fahrt nach Coober Pedy

 

Auch am nächsten Morgen war das Bild der Anzeigetafel unverändert auf gelb („4WD“). Wir warteten noch bis Mittag und hofften, dass sich dann das Schild endlich auf grün („open“) ändert und damit die Strasse für sämtlichen Verkehr freigeben würde. Die Strecke von William Creek bis Coober Pedy beträgt ungefähr 166 km. Wenn diese unbefestigte Strasse so schlecht ist wie jene im letzten Abschnitt von Marree nach Coward Springs, dann müssen wir mindestens mit einem Zeitbudget von fünf Stunden, wenn nicht mehr rechnen. Als dann um 12.00 Uhr das Schild immer noch nicht auf „grün“ gewechselt hatte und uns der freundliche ältere Herr nochmals aufgrund von Rückmeldungen der anderen Reisenden bestätigt hatte, dass die Strasse in Topzustand sei, machten auch wir uns auf den Weg. Für die nächsten Tage wurde nämlich wieder Regen angekündigt und wir wollten auf keinen Fall noch länger hier in William Creek hängen bleiben. Mit einem mulmigen Gefühl im Bauch ging es los: Hoffentlich schaffen wir es noch vor dem Regen bis nach Coober Pedy. Unterwegs begegneten wir dann auch kaum einem Fahrzeug. Die Strecke war allerdings - wie es der ältere Herr vorausgesagt hatte – in Topzustand. So konnten wir teilweise bis zu 70 km/h fahren und damit Zeit gut machen. Damit wurde auch ich wieder etwas entspannter und konnte die Fahrt sogar geniessen. Trotzdem war es unser Ziel, möglichst schnell (und noch vor Einsetzen des Regens) nach Coober Pedy zu kommen. Die Wolken färbten sich nämlich langsam aber sicher in dunkles Grau. Als auf den letzten 60 km dann tatsächlich dicke Tropfen auf unsere Windschutzscheibe prasselten, war bei mir wieder Schluss mit entspannter Ruhe. Ich war ziemlich am Bibbern und fing sogar an zu beten: Bitte, lass es bitte aufhören zu regnen und es noch bis nach Coober Pedy schaffen! Biiitte! Es sind doch nur noch 60 km...